Gesangswerke Chorwerke Kammermusik Orchesterwerke Sonstiges

 

   

O R A T O R I U M
für Sopran, Altus, Bariton,
vierstimmigen gemischten Chor und
Orchester

 

1. Teil: Erschaffung der Pflanzen und des Menschen
2. Teil: Erschaffung des Paradieses
und Gebot und Verbot
3. Teil: Erschaffung von Tier und Weib

4. Teil: Verführung durch die Schlange
und Gewinn von Erkenntnis
5. Teil: Abschieben der Sünde, die Flüche und
die Vertreibung aus dem Paradies

Miserere mei, Deus

 

 

'Amartema

'Amartema (oder Sündenfall) ist die Fortsetzung der biblischen Geschichte um die Erschaffung der Welt. Geschildert wird darin vor allem die Schaffung vom Menschen und seinem "Weib", die im ebenso neu geschaffenen Paradies leben. Im Paradies stehen zwei Bäume, von deren Früchten es den Menschen untersagt ist, zu essen. Aber auf Anraten der Schlange essen sie die Früchte vom Baum der Erkenntnis. Gott erkennt ihre Sünde, verflucht sie und verweist sie aus dem Paradies.


Anfangs noch in etwas archaischen Klängen, die auf die früher geschriebene Genesis hinweisen, entwickelt sich in den drei Teilen über das Paradies eine immer größere Klangdichte, die das Kommende vorausahnen lässt. Denn bereits im 4. Teil wird der musikalisch-dramatische Höhepunkt erreicht, da durch den Genuss der Früchte vom Baum der Erkenntnis, der Mensch Gutes und Böses in die Welt bringt. Aber auch die Rolle Gottes, der allmächtig, allwissend und allgütig sei, wird hinterfragt. Im darauf folgenden 5. Teil, in welchem Gott die Schlange, den Menschen und sein Weib verflucht und aus dem Paradies verbannt, weben sich in die Dramatik melancholische Elemente hinein. Sie sollen aufmerksam machen, dass Schlange, Mensch und Weib nicht bloß Sünder sind, sondern auch Opfer des allmächtigen, allwissenden und allgütigen Gottes. Der Epilog, das "Miserere mei, Deus", wurde angelegt als eine Apotheose des Flehens und des Erbarmens.

Uraufführung: 13. Oktober 2013, Wallfahrtskirche Götzens, Cultura Sacra / Chor und Orchester der Akademie St. Blasius / Susanne Langbein (Sopran), Bernhard Landauer (Altus), Andreas Mattersberger (Bariton), Karlheinz Sießl (Leitung)

 

   

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